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Fachtagungen, Impulstage, Kongresse 

Rückblick Impulstag 2018: Führungskräfte systematisch entwickeln und fördern

Rund 30 Institutionsleiterinnen und Leiter trafen sich in der Quellenhof-Stiftung in Winterthur. Sie wurden Zeugen der Stabübergabe der CISA-Geschäftsführung von Philipp Schön an Marcel Mettler. Zum Themenschwerpunkt Führungskräfte systematisch entwickeln und fördern erhielten wir von Michael Hein (erfahrener Team- und Organisationsentwickler und neuer Leiter JobFactory) und von Sabine Fürbringer (Campus für Christus, Bereichsleiterin campus we) wertvolle Impulse um neue unkonventionelle Wege zu gehen. 

 

Rückblick Impulstag 2017: Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit christlicher Institutionen

25 Teilnehmer aus 19 Institutionen genossen die Fernsicht von der Hupp Lodge der WG Treffpunkt und die Inputs der Refrenten. 
Hans-Peter Lächler berichtete von den Erfahrungen aus dem Zusammenschluss von Stiftung Ancora und dem Verein Meilestei. "Wir wollten eine möglichst vollständige Angebotskette und ein möglichst breites Angebots-Spektrum." Sein Zwischenfazit des Fusionsprozesses lautet: "Am 1. Juli 2016 sind wir strukturell, juristisch am Ziel angekommen. Bis wir ein lebendiges Ganzes geworden sind, in der eine einheitliche Institution mit grosser Vielfalt sichtbar ist, da liegt noch ein Weg vor uns."

Yves Enderli erläuterte, wie Führungskräfte Veränderungsprozesse gestalten können. Führungskräfte müssten auf Deck sein und Veränderungsprozesse aktiv steuern, Verantwortung übernehmen und eine Strategie haben, ein Bild vor Augen haben, was wir erreichen wollen und wie wir es erreichen wollen, so einer seiner wertvollen Grundsätze. 
In kleineren Gruppen wurde anschliessend ausgetauscht und teilweise kontrovers diskutiert: "Als christliche Institutionen müsste es möglich sein, mit einer Stimme zu sprechen und Kräfte zu bündeln: Gemeinsame Trägerschaften zu bilden und dabei die Identität der Institutionen zu wahren - nur das hat Zukunft."

Sterbehilfe - Ausklang in Würde? [Nov. 2016]

«Das Thema Sterbehilfe ist gerade erst im Kommen. Es wird in den nächsten Jahren mit Wucht über uns hereinbrechen.» 

Das schreibt der Heimpfarrer Markus Müller in einem Artikel. Er belegt dies mit vielen Erfahrungen in Direktbegegnungen mit Menschen sowie anhand von Mitgliederzuwächsen von Sterbehilfeorganisationen. Die Zahl der Freitodbegleitungen in der Schweiz steigt rasant. Was bedeutet diese Entwicklung für Alters- und Pflegeheime, für Betagten- und Behinderten-Institutionen? Was darf, was kann, was muss eine christliche Institution in diesem Bereich ermöglichen?

Die Referenten der Fachtagung klären Begriffe und rechtliche Grundlagen, stellen das Angebot eines Leistungserbringers vor, berichten aus der Praxis einer Palliativstation und der Sterbebegleitung in einem Pflegeheim. Und sie suchen nach Antworten auf die Frage, ob und wie Christen leidenden und sterbenden Menschen Würde, Liebe, Selbstbestimmung und Zukunft schenken können. 

Zielgruppe: Institutions- und Heim-Leitende, Heim-Seelsorger, Pflegefachpersonal christlicher Institutionen sowie Interessierte

Inhalte/Ergebnisse

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Im Bereich der Sterbehilfe bewegen sich die Betroffenen auf einem rechtlich schmalen Grad zwischen Tötung auf Verlangen (strafbar) und Beihilfe zum Selbstmord (legal, wenn der Betroffene urteilsfähig ist, die Tatherrschaft hat und der Beihelfende nicht selbstsüchtig handelt). So ordnete Prof. Peter Mösch von der Hochschule Luzern Sterbehilfe zwischen Persönlichkeitsschutz und Selbstbestimmung rechtlich ein.

Jürg Wiler zeigte, wie und warum Exit die wachsende Zahl von Freitodbegleitungen (782 im 2015 gegenüber 305 im 2011) durchführt. Dem stellten Gaby Fuchs und Ursina Häfliger vom Spital Zofingen Palliative Care als alternative Haltung gegenüber. Die Fähigkeit, mit Patienten professionell weinen zu können, schaffe Nähe und sei ein Vorrecht.

Markus Müller von der Heimstätte Rämismühle betonte, dass es im Umgang mit Leiden und Sterben entscheidend sei, was ich für die Zeit VOR dem Tod und NACH dem Tod sehe: Ist es der letzte Akt einer Tragödie oder ist es die Ouvertüre, mit der das Eigentliche beginnt. Davon hängt in entscheidendem Masse ab, ob sich "hoffnungslose Fälle" (Zitat Hr. Wiler) durch die Hintertüre vom Leben verabschieden oder ob sie die Herausforderung von Leid und Tod als "Katalysator für die persönliche Reifung" (Zitat Dr. Gaby Fuchs) erleben.